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Die 3 wichtigsten Entwicklungsimpulse für dein Kind.

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Deine Wünsche zum Muttertag

Ja, zugegeben. Der Wünsche-Zug für den Muttertag ist dieses Jahr bereits abgefahren.

Aber hast Du nicht auch so eine Art Dauerbrenner-Wunsch-Liste die Du dir als Mutter von Deinem Kind wünschst?

Ich zum Beispiel habe mir früher oft gewünscht, dass+ unser Sohn selbstständig seine Hausaufgaben erledigt

+ dass er sich freiwillig die Zähne putzt

+ dass er abends pünktlich ins Bett springt

+ und morgens rechtzeitig zum Abmarsch auf der Matte steht

+ dass ihm schmeckt was ich mit Liebe gekocht habe

+ und dass er zivilisiert mit Messer und Gabel isst

+ dass er sein Zimmer in Ordnung hält

+ und mir fröhlich im Haushalt hilft

+ dass er in der Schule glücklich wird

+ und dass er ohne ausladende Verhandlungen einfach tut was gerade nötig ist.

Aus Gesprächen mit Eltern weiss ich, dass ich mit diesen Alltagsthemen nicht allein war.

Regeln, Grenzen und Konsequenzen

Wie viele andere, versuchte ich es mit Regeln und Grenzen. Und entdeckte dabei über kurz oder lang, dass ich neuerlich vor einer Variation des Problems stand. Ich lernte dabei, dass man die Kreativität seines Kindes wirklich gar nicht hoch genug einschätzen kann, wenn es darum geht, Auswege und Hintertürchen zu finden.

Darüber hinaus, versuchte ich zum Beispiel Grenzen mit Konsequenzen zu ergänzen. Was wiederum oft die totale Verweigerung unseres Sohnes zur Folge hatte. Ausserdem erkannte ich, dass es unsere Beziehung beeinträchtigte. So ging es also nicht.

Wer bin ich und wer bist du?

Irgendwann fand ich heraus, dass es genügt, einfach mal ganz entspannt „nein“ zu sagen, um meine eigenen Grenzen auszudrücken. Das war übrigens keine leichte Aufgabe für mich, weil ich in einigen Situationen erst herausfinden musste, ab welchem Punkt ich zu mir selbst „ja“ sagen muss.

Wenn er ein einfaches „Nein“ nicht annehmen konnte, half oft auch ein freundliches „ja, ich weiss, dass du jetzt enttäuscht oder frustriert bist – die Antwort lautet trotzdem nein“.

Anfangs reichte aber auch das oft nicht und dann wurde die Sache ausdiskutiert. Manchmal auch ein Kompromiss verhandelt. Ich begriff, dass unser Sohn dabei nicht nur meine Gründe und mich selbst kennen lernte, sondern auch Erfahrungen sammelte, wie man mit Enttäuschungen fertig wird, indem ich ihm dafür Worte gab.

Die andere Seite von: du wirst mich kennen lernen.

Und ich stellte fest, dass wir uns in solchen Konfliktsituationen näher kamen. Weil wir in der authentischen Auseinandersetzung sowohl die eigenen, als auch die Grenzen des anderen kennen lernten.

Es war ein langer Prozess des miteinander Vertrautwerdens. Heute wissen wir ab und an schon im Voraus, wie der andere über eine Sache denkt und lachen dann manchmal über die Übereinstimmung.

Wir beide haben auch erkannt wo die Grenzen des anderen sind und wie man sie respektiert oder aufeinander abstimmt. Das hat sowohl unseren Sohn als auch mich innerlich gestärkt.

Was ich mir heute für unseren Sohn wünsche:

+dass aus meinem Sohn ein innerlich starker Erwachsener wird

+dass er eine glückliche Berufswahl trifft

+dass er in Problemen und Konflikten eine Chance zu wachsen sieht

+dass ein Zusammenleben mit Partner und Familie gelingt

+dass er sich selbst vertraut

+dass er passende Freunde findet

+dass er verantwortlich handelt

+dass er Krisen meistert

+dass er der Welt und den Menschen gegenüber interessiert und aufgeschlossen bleibt

+dass es ihm mit sich und dem Leben gut geht.

Sicher kannst Du dieser Wunschliste noch ein paar Punkte hinzufügen. Über Deine Ergänzungen im Kommentar freue ich mich.