AD(H)S, Asperger & Co.

Die 3 wichtigsten Entwicklungsimpulse für dein Kind.

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Zählst du noch deine Fehler oder weisst du schon was du tust?

Ich sehe es noch wie heute vor mir.
Das unglaublich berührende Bild, als ich meinen Sohn das erste Mal im Arm hielt. Fassungslos vor Staunen sahen wir uns an und versuchten zu erkennen, wer dieser andere wohl sein mag.

Von Anfang an, gab es ein inniges Gefühl der Verbundenheit und sicher spürte er, wie sehr er willkommen war.
Bis heute vereint uns diese warme Grundgefühl der Freude darüber, dass der andere einfach da ist. Dass es ihn gibt.

Heute denke ich gerne an diesen allerersten Moment, als ich voller Neugier war, wer dieser kleine Kerl wohl ist. Mit welchen Talenten, Eigenarten, und Besonderheiten er mich überraschen würde.

 

Wie die meisten Eltern, wollte ich es wirklich gut machen.

Und doch bin ich so manchem Irrtum verfallen. Ich wollte auf keinen Fall wiederholen, was ich in meiner Kindheit als nicht so positiv erlebt habe – und doch bin ich in Konfliktsituationen exakt in diese ungeliebten Fallen getappt.

Mein Plan war es, mich an das Tempo unseres Sohnes anzupassen – und doch habe ich mich hinreissen lassen, ihm meinen eigenen Rhythmus aufzuzwingen.

Ich hatte wenig Ahnung von individueller Entwicklung und glaubte wirklich mit Liebe, Respekt, Grenzen und ein paar Regeln, werden wir gut miteinander klar kommen.

Unser Sohn hat mich mit seinem aus dem Rahmen fallenden Entwicklungsprofil eines Besseren belehrt und mich immer wieder an meine äussersten Grenzen geführt.

Wenn ich damals gewusst hätte, worauf ich genau achten kann, wäre mir zeitgerecht aufgefallen, dass es zum Beispiel kleine Verzögerungen und Unregelmässigkeiten in seiner Bewegungsentwicklung gab.

Wie Körpergefühl und Bewegung zum Selbstgefühl werden.

Jetzt weiss ich, dass es weitreichende Zusammenhänge von Bewegungsentwicklung und der Entfaltung nachfolgender Fähigkeiten gibt.

In der Art wie Dein Kind seinen Körper wahrnimmt und auch spürt „ich kann das“, erwirbt es damit auch Selbstvertrauen. Und wenn da jemand ist, mit dem es seine neugewonnenen Fähigkeiten teilen kann, reift im Klima der aufrichtigen Anerkennung auch sein Selbstwertgefühl.

So wie unser Sohn, werden nicht alle Kinder mit der gleichen Grundausstattung an Körpergefühl und Bewegungsfreude geboren. Und so gibt es auch die ruhigen und braven Kleinen, die sich einen wichtigen Entwicklungsschritt, wie zum Beispiel Krabbeln, aussparen.

So wurde ich erst im Schulalter damit konfrontiert, dass sich unser Sohn in Bewegung, Wahrnehmung und Selbstgefühl nicht so gut entwickelt hatte.

Viele lustvolle Einladungen zum lebhaften Spiel.

Wir waren als Eltern zwar viel und gern in der Natur unterwegs, und unser Sohn hielt sich am liebsten im Garten auf, aber erst viel später wusste ich, das reicht nicht unbedingt aus, um ein gutes Körpergefühl zu entwickeln. Er war ein Kind das hier mehr gebraucht hätte.

Viel öfter, wäre ich mit ihm auf dem Boden herumgerutscht als er anfing den Raum zu erkunden. Wir hätten in geteilter Freude Bewegungsmuster ausgetauscht. Und im begeisterten Spiel, hätte ich auch achtsam seine „Antworten“ erkannt und gewusst, wann es genug ist.

Heute weiss ich, dass eine solche Einladung, garniert mit Liebe, Anerkennung und Freude am gemeinsamen Tun, ein Kind über sich hinauswachsen lässt.

Warum ich meine Fehler aufzähle?

Damit Du dich nicht irgendwann, so wie ich, deinen Selbstzweifeln hingeben musst, wenn ein Problem mit Deinem Kind unübersehbar geworden ist, sondern beizeiten weisst, was Du für dein Kind tun kannst.

Denn das wirklich Interessante sind nicht Deine Fehler, sondern wann Du auf welche Art ein authentischer, einfühlsamer Begleiter bist, um so Dein Kind in seiner Entwicklung zu bestärken. Und es – wenn nötig – kompetente Unterstützung von Dir erfährt um einen vielleicht schwierigen Entwicklungsschritt zu meistern.

Das Wissen um diese wertvollen Beziehungsmomente gebe ich gerne weiter, weil ich überzeugt bin, dass die Zeit tatsächlich reif ist, aus der Fehler-Zähl-Gesellschaft auszubrechen und Selbstvertrauen im Zusammenleben mit Kindern zurück zu gewinnen.