AD(H)S, Asperger & Co.

Die 3 wichtigsten Entwicklungsimpulse für dein Kind.

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Neue Impulse für soziale Entwicklung.

Kürzlich habe ich einen Artikel über den Einfluss der Digitalisierung auf die Entwicklung von Kindern gelesen. Die Schlussfolgerung war, dass Eltern durch die digitalen Medien immer weniger Zeit und Ruhe finden zum Anleiten, Begleiten und Einüben. Insbesondere zur sozialen und emotionalen Entwicklung ihrer Kinder.

Ich denke, weniger Zeit und Ruhe mag schon stimmen. Dass wir aber mehr Zeit mit Kindern zum Anleiten und Einüben verbringen sollten, kommt für mich dem Belehren gleich. Sicher sind das meine ganz persönlichen Erziehungsmuster, aber vielleicht kennst du das auch. Wenn ich nämlich an Belehrungen denke, so erinnere ich viele unangenehme, persönlich erlebte Momente der Beschämung. Und was ich daraus gelernt habe, war nicht soziale Kompetenz, sondern lediglich, dass die dabei entstandene Atmosphäre unangenehm, peinlich und ungemütlich war und ich mich als mich selbst nicht ausreichend klug, geschickt oder sonstwas wahrgenommen habe. Zur Situation selbst gelernt, hatte ich dadurch genau nichts. Im Gegenteil, es hat mich noch mehr verunsichert.

Suchst du vielleicht gerade nach effektiveren, nachhaltigen Wegen, wie du dein Kind in seiner emotionalen Welt zu sich selbst und im Kontakt zu anderen Menschen stärken und begleiten kannst?

So ging es mir mit der Herausforderung einer anstrengenden Erziehungsaufgabe auch. Heute weiss ich, du verstehst als Kind dich selbst und andere nicht besser, indem dir jemand erklärt oder dich belehrt, wie du dich verhalten musst. Sondern du lernst, indem ein kompetenter Erwachsener so mit dir umgeht, wie es wünschenswert und für ein gesundes Miteinander sinnvoll ist.

Soziale Kompetenzen lernt Kind von klaren Vorbildern. Ohne Hintergedanken und Nebenbotschaften. Ehrlich und authentisch.

Viele Kinder lernen das leicht und fast nebenbei, erkennen auch nonverbale Signale, verarbeiten die Zusammenhänge und speichern die Erfahrung schließlich für das eigene Repertoire.

Andere hingegen, haben schon beim Einordnen größere Probleme und brauchen allein dafür schon vielmehr Zeit und Wiederholungen. Wenn du so ein Kind hast, dann kennst du das sicher und nickst bestätigend. Und dann fragst du dich, wie du dein Kind in dieser Entwicklung seines sozialen und emotionalen Repertoires unterstützen kannst.

Was sich aus meiner Erfahrung bereits vielfach erfolgreich und nachhaltig bewährt hat, lege ich dir hier wärmstens ans Herz:

  • Nimm dein Kind in jedem Abschnitt seines Gefühlsspektrums ernst. Indem du ihm in dem Moment Empathie entgegenbringst, wird es in ähnlichen Situationen Empathie für Andere aufbringen.
  • Bestätige was du in diesem Augenblick wahrnimmst und gib deinem Kind Worte für die Situation und für das, was es fühlt (wenn das schwierig zu erkennen ist, sag was du selbst fühlst oder wie es dir in dieser Situation gehen würde). Dadurch kann dein Kind eines Tages seine Gefühle nicht nur besser einordnen und aus einer Aufregung wieder ins Gleichgewicht kommen, sondern sich auch besser ausdrücken, wie es ihm gerade geht. Denn wir können erst dann erfüllende soziale Beziehungen leben, wenn wir mit unserer eigenen Gefühlswelt im Reinen sind.

Das kostet nicht sehr viel Zeit und passt auch und besonders in unsere digitale Welt.

Schreib mir gern deine Gedanken oder Fragen dazu in den Kommentar. Ich freu mich auf dich!